Kühlmatte für Hunde: wie sie funktioniert, mit oder ohne Gel, und wann sie hilft

Kühlmatte für Hunde: wie sie funktioniert, mit oder ohne Gel, und wann sie hilft

Eine Kühlmatte für Hunde ist an heißen Tagen das, was der Hund sich sonst selbst sucht: die Fliesen im Flur, der Kellerboden, die Stelle unter dem Tisch. Sie fühlt sich beim Hinlegen kühl an, ohne Strom, ohne Kühlschrank, und macht den Liegeplatz erträglicher, wenn die Wohnung 28 Grad hat. Wie das funktioniert, worin sich Gelmatten und Matten ohne Gel unterscheiden, ob Kühlgel gefährlich ist und wann eine Matte nicht mehr reicht, erklärt dieser Ratgeber.

Wie funktioniert eine Kühlmatte für Hunde?

Eine Kühlmatte für Hunde kühlt nicht aktiv, sie leitet Wärme ab. Der Hund gibt über Bauch und Flanken Körperwärme an die Unterlage ab, und je schneller die Unterlage diese Wärme aufnimmt und weiterleitet, desto kühler fühlt sie sich an. Ein Teppich oder Plüsch isoliert und staut die Wärme, Fliesen, Stein und bestimmte Funktionsstoffe leiten sie weg. Genau dieses Prinzip nutzen Kühlmatten.

Es gibt dafür zwei Bauarten. Gelmatten enthalten ein Gel, das beim Belasten Wärme aufnimmt und sie langsam an die Umgebung abgibt; nach 15 bis 30 Minuten ist das Gel „voll“ und braucht eine Pause ohne Hund, um sich zu regenerieren. Matten ohne Gel setzen auf einen Stoff mit hoher Wärmeleitfähigkeit auf der Oberseite, oft aus Polyester- oder Nylonfasern mit glatter Struktur, der die Wärme sofort weiterleitet. Sie „laden“ sich nicht auf, sondern werden unter dem Hund langsam wärmer; steht er auf und legt sich an eine andere Stelle, ist diese wieder kühl.

Beide Bauarten kühlen nur relativ zur Umgebung. Bei 35 Grad auf der Terrasse in der Sonne bringt keine Matte etwas, im Schatten oder im Haus bei 26 Grad ist der Unterschied zum Teppich deutlich spürbar. Eine Matte ersetzt keinen Schatten, kein Wasser und keine Pause in der Mittagshitze.

Kühlmatte ohne Gel: was ist anders?

Eine Kühlmatte für Hunde ohne Gel hat drei Vorteile, die im Alltag zählen. Erstens kann nichts auslaufen: Gelmatten reißen, wenn ein Hund darauf scharrt oder kaut, und das Gel verteilt sich auf dem Boden. Zweitens gibt es keine Regenerationspause, der Hund kann liegen bleiben, solange er möchte. Drittens lässt sich eine Matte aus Stoff waschen, eine Gelmatte nur abwischen.

Der Nachteil: Der Kühleffekt ist weniger „knackig“ als bei einer frisch geladenen Gelmatte. Wer den Hund einmal am Tag für 20 Minuten auf eine sehr kühle Fläche legen will, ist mit Gel richtig. Wer einen Liegeplatz für den ganzen Tag sucht, ist mit Kühlstoff besser bedient. Die Kühlmatte von Fluffy Paws gehört zur zweiten Gruppe: Funktionsstoff auf einer gepolsterten Matte mit Schaumstoffflocken, Bezug per Reißverschluss abnehmbar und waschbar, in vier Größen bis 120 × 95 cm.

Eine dritte Variante sind Matten, die vor dem Gebrauch mit Wasser gefüllt oder in den Kühlschrank gelegt werden. Sie kühlen am stärksten, sind aber schwer, tropfen und eignen sich eher für den Garten als fürs Wohnzimmer.

Ist eine Kühlmatte für Hunde giftig?

Die Frage, ob eine Kühlmatte für Hunde giftig ist, bezieht sich fast immer auf Gelmatten. Das Gel besteht meist aus Wasser, Polymeren und Carboxymethylcellulose, einem Verdickungsmittel, das auch in Lebensmitteln vorkommt. Seriöse Hersteller geben es als ungiftig an. Trotzdem gehört eine aufgekaute Gelmatte nicht in den Hund: Größere Mengen Gel können Erbrechen und Durchfall auslösen, und Folienreste können den Darm verlegen. Frisst ein Hund Gel, ist ein Anruf beim Tierarzt der richtige Schritt, mit Verpackung oder Produktangabe in der Hand.

Bei Matten ohne Gel entfällt dieses Risiko, sie bestehen aus Stoff und Schaumstoff. Auch hier gilt: Hunde, die Betten zerlegen, sollten nicht unbeaufsichtigt auf einer Matte liegen, verschluckter Schaum ist ebenfalls ein Fall für den Tierarzt. Für Kauer sind glatte, flache Matten ohne Füllung die sicherste Wahl.

Wie lange darf ein Hund auf der Kühlmatte liegen?

So lange er will. Eine Kühlmatte für Hunde kann keinen Hund unterkühlen, weil sie keine Kälte erzeugt, sondern nur Körperwärme ableitet. Wird ihm die Stelle zu kühl oder, bei Gelmatten, zu warm, steht er auf. Das ist auch der Grund, warum die Matte an einem Ort liegen sollte, den der Hund freiwillig verlassen kann, nicht in einer Box oder einem abgeschlossenen Raum ohne Alternative.

Einschränkungen gibt es bei Welpen, sehr alten Hunden und Hunden mit wenig Fell, die im Haus bei Zugluft schneller auskühlen. Für sie liegt die Matte besser auf dem Boden im Wohnzimmer als vor der offenen Terrassentür. Und bei Hunden mit Anzeichen von Überhitzung, starkes Hecheln, glasiger Blick, Taumeln, ist die Matte keine Behandlung: Schatten, Wasser, Pfoten und Bauch mit lauwarmem Wasser kühlen und der Weg zum Tierarzt gehen vor.

Kühlmatte fürs Auto und unterwegs

Im Auto staut sich die Hitze auf der Rückbank schneller als im Haus, eine Kühlmatte für Hunde im Auto ist deshalb eine der sinnvollsten Anwendungen. Eine flache Matte ohne Gel passt auf die Rückbank oder in den Kofferraum, wird nicht schwer und läuft bei Sonne auf dem Parkplatz nicht aus. Gelmatten im aufgeheizten Auto sind dagegen schnell wärmer als der Hund selbst.

Unterwegs ergänzt die Matte den Schatten, sie ersetzt ihn nicht. Auf der Terrasse eines Cafés liegt sie im Schatten unter dem Tisch, am See auf dem Handtuch unter dem Sonnenschirm. Wer den Hund im Auto auf einem festen Platz sichert, legt die Matte in den Hundeautositz für die Rückbank, dessen Kunstleder sich bei Hitze sonst warm anfühlt.

Welche Kühlmatte für Hunde passt: Größe, Stoff, Pflege

Bei Hitze liegen Hunde ausgestreckt, nicht eingerollt. Die Matte muss also länger sein als der Hund von Nase bis Rutenansatz, plus 10 bis 15 cm. Für einen Dackel reichen 80 cm, ein Labrador braucht 100 bis 120 cm, eine Kühlmatte XXL mit 120 × 95 cm nimmt auch einen Schäferhund ausgestreckt auf. Herstellerangaben nach Gewicht sind ein Anhaltspunkt, die Körperlänge ist das bessere Maß.

Beim Stoff zählt, dass die Oberseite glatt und kühl ist und der Bezug abnehmbar. Eine Matte, die den ganzen Sommer im Einsatz ist, sammelt Haare, Sand und Sonnencreme vom Menschen, und sollte bei 30 °C in die Maschine passen. Gepolsterte Matten sind bequemer als flache, die Polsterung darf aber nicht isolieren: Schaumstoffflocken unter einem dünnen Kühlstoff funktionieren, dicker Schaum unter Plüsch nicht.

Einen echten Testsieger gibt es nicht; die Stiftung Warentest hat Kühlmatten für Hunde bisher nicht geprüft, und die Ergebnisse von Blogs und Shops basieren auf einzelnen Hunden. Was zählt, ist, ob der eigene Hund die Matte annimmt. Die meisten tun es innerhalb weniger Tage, wenn die Matte an ihrem gewohnten Platz liegt.

Häufig gestellte Fragen

Wie funktioniert eine Kühlmatte für Hunde?

Sie leitet die Körperwärme des Hundes schneller ab als eine normale Unterlage. Gelmatten nehmen Wärme im Gel auf und brauchen danach eine Pause, Matten ohne Gel nutzen einen wärmeleitenden Stoff, der sich sofort kühl anfühlt und nicht regenerieren muss. Keine der beiden erzeugt Kälte.

Ist das Gel in Kühlmatten für Hunde giftig?

Das Gel der meisten Matten gilt als ungiftig, größere Mengen können aber Erbrechen und Durchfall auslösen, und Folienreste können den Darm verlegen. Hat ein Hund Gel gefressen, den Tierarzt anrufen. Matten ohne Gel aus Stoff und Schaum haben dieses Risiko nicht.

Wie lange darf ein Hund auf einer Kühlmatte liegen?

Unbegrenzt, solange er sie freiwillig verlassen kann. Die Matte kann nicht unterkühlen, weil sie keine Kälte erzeugt. Welpen, sehr alte Hunde und Hunde mit wenig Fell sollten nicht in der Zugluft auf der Matte liegen. Bei Überhitzung ist die Matte keine Behandlung, dann gehört der Hund zum Tierarzt.

Welche Größe braucht eine Kühlmatte für Hunde?

Länge des Hundes von Nase bis Rutenansatz plus 10 bis 15 cm, weil Hunde bei Hitze ausgestreckt liegen. Kleine Hunde bis 60 cm, Dackel 80 cm, Labrador 100 bis 120 cm. Bei zwei Hunden oder sehr großen Rassen ist eine Kühlmatte XXL mit 120 × 95 cm die passende Wahl.

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