Eine Hundetragetasche wird meist zu klein gekauft. Auf dem Etikett steht „bis 5 kg", der Hund wiegt 4,5 kg, und trotzdem ragt der Kopf nicht über den Rand oder die Pfoten haben liegend keinen Platz. Das Gewicht sagt wenig darüber, ob ein Hund in eine Tasche passt, die Sitzhöhe und die Rückenlänge sagen alles. Dieser Ratgeber zeigt, wie man den Hund für eine Hundetasche misst, welche Rolle Boden und Sicherung spielen und wie der Hund die Tasche als seinen Platz annimmt, für Bahn, Innenstadt, Wartezimmer und alle Wege, die kleine Hunde nicht laufen sollen.
Hundetragetasche bis 5 kg, 10 kg oder 15 kg: was die Gewichtsangabe bedeutet
Die Angabe „Hundetragetasche bis 10 kg" beschreibt, was Nähte, Gurt und Boden tragen, nicht, welcher Hund hineinpasst. Ein 8 kg schwerer Mops mit kurzem Rücken sitzt in einer anderen Tasche als ein 8 kg schwerer Dackel mit langem Rücken, obwohl beide dieselbe Gewichtsklasse haben. Zwei Hunde mit gleichem Gewicht können 10 cm Rückenlänge Unterschied haben.
Deshalb lohnt es, beide Zahlen zu lesen: die Traglast und die Innenmaße. Die Traglast sollte über dem Gewicht des Hundes liegen, mit etwas Luft für Kissen und Zubehör. Die Innenmaße müssen zum sitzenden und zum liegenden Hund passen. Wer nur nach Gewicht kauft, bekommt eine Tasche, die zwar hält, in der der Hund aber verkrampft sitzt.
Die Taschen von Fluffy Paws sind für Hunde bis 6 kg ausgelegt, die Hundetragetasche zum Umhängen aus Baumwolle in S bis 3 kg und in M bis 6 kg. Für Chihuahua, Malteser, Yorkshire Terrier, Zwergspitz, Prager Rattler und Bolonka ist das die passende Klasse.
Hund für die Hundetasche messen: Sitzhöhe, Rückenlänge, Bauchumfang
Drei Maße reichen, ein Maßband und ein sitzender Hund genügen. Die Sitzhöhe wird vom Boden bis zum Scheitel gemessen, während der Hund aufrecht sitzt. Die Tasche sollte so hoch sein, dass der Hund im Sitzen mit Augen und Nase über den Rand kommt, bei weichen Taschen gibt die Seitenwand dafür etwas nach. Als Richtwert passt eine Taschenhöhe knapp unter der Sitzhöhe. Ein Hund, der nicht rausschauen kann, wird unruhig, einer, der bis zur Brust herausragt, kann hinausspringen.
Die Rückenlänge wird vom Halsansatz bis zum Rutenansatz gemessen. Die Innenlänge der Tasche sollte mindestens der Rückenlänge plus 5 cm entsprechen, dann kann der Hund liegen, ohne die Pfoten an die Wand zu drücken. Der Bauchumfang hinter den Vorderbeinen ergibt die nötige Innenbreite geteilt durch zwei, grob geschätzt.
Ein Beispiel: Ein Malteser mit 30 cm Sitzhöhe und 32 cm Rückenlänge braucht eine Tasche mit etwa 26 bis 30 cm Höhe und 40 cm Länge. Die Hundetasche für kleine Hunde mit 41 × 16 × 28 cm Außenmaß und herausnehmbarem Kissen ist genau für diese Größenklasse geschnitten.
Hundetasche zum Umhängen: Boden, Gurt und Verschluss
Beim Tragen entscheidet der Boden. Eine feste Bodenplatte hält die Tasche in Form, der Hund sitzt gerade, und beim Umhängen sackt nichts zusammen. Weiche Taschen ohne Platte sind leichter und lassen sich flach zusammenlegen, dafür sitzt der Hund darin eher wie in einer Hängematte, was manche kleinen Hunde mögen und andere nicht. Für längere Wege und für Hunde, die im Sitzen rausschauen wollen, ist die feste Platte die bessere Wahl.
Der Schultergurt sollte breit und verstellbar sein, damit die Tasche auf Hüfthöhe hängt und der Hund beim Gehen nicht gegen das Bein schlägt. Ein Verschluss mit Reißverschluss oder aufrollbarem Netz hält den Hund drin, wenn er erschrickt, und lässt Luft durch. Netzfenster an der Seite sind für den Hund wichtiger als für den Menschen: Er sieht, was um ihn passiert, und bleibt ruhiger.
Innen gehört ein Karabiner an eine kurze Leine. Er wird am Geschirr eingehakt, nie am Halsband, weil ein springender Hund sonst mit dem Hals im Karabiner hängt. Welches Geschirr für kleine Hunde passt, steht im Ratgeber Hundegeschirr für kleine und große Hunde.
Wie trage ich einen Hund richtig in der Tasche?
Die Tasche hängt am besten quer über der Schulter, mit dem Hund nach vorn, sodass er den Weg sieht und der Träger ihn im Blick hat. Beim Aufnehmen und Absetzen wird die Tasche mit beiden Händen gestützt, nicht am Gurt hochgezogen, sonst kippt der Boden. Auf der Rolltreppe und beim Einsteigen in Bahn oder Bus bleibt der Hund in der Tasche, mit geschlossenem Verdeck.
Eine halbe Stunde am Stück ist für die meisten kleinen Hunde in Ordnung, danach lohnt eine Pause, in der der Hund kurz läuft und trinkt. Im Sommer sollte die Tasche im Schatten bleiben, dunkler Stoff heizt sich auf, ein Netzverdeck bringt Luft. Was in Bahn und Zug sonst gilt, von Ticket bis Maulkorbpflicht, erklärt der Ratgeber Mit Hund im Zug und in der Bahn.
Den Hund an die Hundetasche gewöhnen
Die Tasche steht zu Hause zwei, drei Tage offen auf dem Boden, mit einem Leckerli darin. Der Hund geht hinein, wenn er will, und wieder heraus. Danach wird die Tasche kurz angehoben, ein paar Schritte durch die Wohnung, absetzen, loben. Erst wenn der Hund im Sitzen entspannt rausschaut, kommt der erste Weg draußen, am besten ein kurzer, ohne Bahn.
Das herausnehmbare Kissen darf vorher eine Nacht im Körbchen liegen, dann riecht die Tasche nach dem eigenen Platz. Hunde, die die Tasche so kennenlernen, steigen später von allein ein, wenn sie am Boden steht.
FAQ: Häufige Fragen zur Hundetragetasche
Welche Hundetragetasche für welche Rasse?
Die Rasse ist nur ein Anhaltspunkt, die Maße des Hundes entscheiden. Als Orientierung: Chihuahua, Prager Rattler und Yorkshire Terrier passen in Taschen um 35 × 25 cm, Malteser, Bolonka und Zwergspitz in Taschen um 40 × 30 cm. Innerhalb einer Rasse gibt es 5 cm Unterschied in der Sitzhöhe, deshalb lohnt das Messen vor dem Kauf.
Darf eine Hundetasche mit ins Flugzeug?
Das entscheidet die Airline. Die meisten verlangen für die Kabine eine geschlossene Tasche mit festen Maßen, oft um 55 × 40 × 23 cm, ein Höchstgewicht von 8 kg inklusive Tasche und eine Anmeldung vor dem Flug. Alltagstaschen zum Umhängen, wie die von Fluffy Paws, sind für Bahn, Stadt und Wartezimmer gedacht, nicht als Flugtasche. Vor der Buchung lohnt der Anruf bei der Fluggesellschaft.
Wie lange darf ein Hund in der Tragetasche bleiben?
Etwa 30 bis 60 Minuten am Stück, je nach Hund und Temperatur. Danach sollte er kurz laufen, trinken und sich lösen können. In der Bahn zählt die Fahrzeit, in der Stadt das Gehen zwischen zwei Zielen. Hunde, die in der Tasche schlafen, dürfen länger drin bleiben als Hunde, die unruhig sitzen und den Kopf hin und her drehen.
Wie wird eine Hundetragetasche gewaschen?
Kissen und Bodenplatte herausnehmen, Haare abbürsten, dann Tasche und Kissen von Hand bei 30 °C mit mildem Waschmittel waschen. In Form ziehen und liegend trocknen, nicht in den Trockner und nicht bleichen. Baumwolle darf leicht einlaufen, deshalb nicht heißer waschen. Der Boden wird nur feucht abgewischt.
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